Die Kampagne KRIEG BEGINNT HIER war bei vier Ostermärschen präsent und aktiv beteiligt

Von Gründonnerstag bis Ostermontag gingen in mehr als 90 Städten Menschen für den Frieden auf die Straße. Im Rahmen der traditionellen Ostermärsche fordern die Ostermarschierer*innen „Abrüsten statt Aufrüsten“, „Atomwaffen abschaffen“ sowie „Rüstungsexporte stoppen“. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt dieses Jahr ein erhöhtes Interesse an den Ostermärschen fest, die TeilnehmerInnen zahlen waren leicht gestiegen.

Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz. Der Trend der letzten Jahre, dass sich an den Ostermärschen wieder mehr Menschen aktiv beteiligen, bestätigt sich 2018 erneut.

Steigende Teilnehmerzahlen bei den Ostermärschen

Das Netzwerk Friedenskooperative sieht die steigenden Teilnehmerzahlen darin begründet, dass, angesichts der erschreckenden Weltlage, viele Menschen den Frieden bedroht sehen und nicht mehr hinnehmen wollen, dass Krisen und Kriege durch die aktuelle Politik noch bestärkt werden. Besonders erfreulich war auch, dass gewerkschaftliche Gruppen die Ostermärsche dieses Jahr stärker unterstützt haben.

Hauptthemen der Ostermärsche 2018

Die Ostermärsche werden von Friedensgruppen auf regionaler und lokaler Ebene organisiert und durchgeführt. Daher variieren die Themenschwerpunkte der Aufrufe und Reden von Stadt zu Stadt. Themenschwerpunkte 2018 waren die zunehmende Aufrüstung Deutschlands, die Bedrohung durch Atomwaffen, deutsche Rüstungsexporte, die Konflikte im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, sowie eine neue Entspannungspolitik mit Russland.

Die Forderung nach Abrüstung war bei allen Ostermärschen vertreten. Ebenso die Forderung nach Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel. Insbesondere die Problematik, dass Deutschland Waffen an menschenrechtsverletzende und kriegsführende Staaten exportiert, wie aktuell an Saudi Arabien und die Türkei, die im Jemen bzw. Nordsyrien Krieg führen, wurde bei vielen Veranstaltungen thematisiert. (Auszüge aus der Pressemitteilung der Friedenskooperative vom 2.4.2018)

Ostermarsch Büchel so gut besucht wie nie zuvor!

Mit nahezu 400 Teilnehmer*innen war der neunte Bücheler Ostermarsch der bisher größte und eine gutes Signal für alle diejenigen, die sich seit Jahren in der Eifel für einen Abzug der US-Atomwaffen engagieren.

„ICAN – we all can“ war das diesjährige Motto in Büchel und damit eine Hommage an die Internationale Kampagne ICAN zur Abschaffung von Atomwaffen, die im letzten Jahr den Friedensnobelpreis erhielt. Heidi Kassai (ICAN Deutschland) erinnerte in ihrer Rede an frühere Friedensnobelpreisträger, die allein oder nur mit wenigen ihren Weg begannen und damit den Anfang für große Bewegungen schufen.

Richard Pestemer, Ortsbürgermeister einer kleinen Gemeinde in der Eifel, lenkte den Blick auf die Region. So werden die begehrten LEO 2 Panzer in der Wehrtechnischen Dienststelle für land­gebundene Fahrzeugsysteme Trier auf ihre Einsatzfähigkeit hin getestet. Und er ging auf die berechtigte Angst vor Arbeitsplatzverlust ein. Er erinnerte daran, dass sowohl in Bitburg als auch in Morbach ehemalige US-Kriegsbasen sowie ein riesiges US-Munitionslager erfolgreich in Projekte mit sinnvollen zivilen Arbeitsplätzen umgewandelt wurden.

Die AGF hat dazu bereits 2004 an einem Konversions-Reader mitgewirkt,

zu lesen unter: www.krieg-beginnt-hier.de/attachments/article/18/readerkonversion2.pdf.